Alltagstristesse

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Hier das, da jenes. Immer. Zyklisch. Dort mal ein Kaffee, dann wieder weiter. In den Pausen immer am gleichen Platz sitzen, man kennt das schon.

Vielleicht wieder ein Kaffee. Je nach dem. Im Hintergrund der Lärm, das Gebäude hat wache Momente – selten ruhige.

Verschwendete Zeit irgendwie zu nutzen versuchen. Misslingt am Ende doch immer.

Hitzige Diskussionen über Trivialitäten zu beiden Seiten, Interesse vortäuschen und ab durch die Mitte.

Das nette Pärchen dort vorn. Schon einer Einheit nahe, wandeln sie durch den Flur. Gedanken über sich und seine nicht vorhandene bessere Hälfte – es gibt nur eine.

Anwesenheit. Physisch zumindest.

Dann mal einen Keks, man gönnt sich ja sonst nichts. Dazu erst den Weg durch den Wabernden Brei an Leuten bahnen, wer kann sich da denn herauskristallisieren?

Zwei oder drei Monate bis zum Ziel, dann raus hier.

Dinge* 2012 (Die mich nerven)

Jeden Abend wenn ich im Bett liege erfreue ich mich am plätschern dieser Heizkörper im Raum.
Konstant plätschert und gurgelt es sich freudig vor sich hin, durch nichts und wieder nichts zu beeindrucken und durch nichts aufzuhalten. Auch geworfene Gegenstände lassen die Heizung eher kalt.

Die einzige Lösungsmöglochkeit: Aufstehen und zudrehen.
Der Haken daran: Das erste Wort im zweiten Satz.

Also liege ich lieber wach im Bett, staue Aggressionen an und schreibe nette Blogposts.

Achja, sollte das hier ein Heizungsbauer lesen: TUT ENDLICH EUREN VERDAMMTEN JOB UND BAUT EINEN HEIZKÖRPER, DER NUR DAS TUT WAS ER SOLL: _HEIZEN_!
– das seid ihr mir schuldig.

Ansonsten alles ok, bin inzwischen bei Schaf Nr. 2341, davon war nur eins leicht am linken Vorderbein verletzt, weil es mich blöd angeschaut hat.

Informationsverschaltung

Müde und träge lerne ich Biologie. Etwas übers Auge. Feinbau der Netzhaut oder so. Da lese ich wieder von den längst vergessenen Bipolarzellen. Was sie bewirken? Irgendwas mit Informationsverschaltung.

Wie praktisch wäre es doch, diese ganzen Informationen effektiv in meinem Kopf verschalten und behalten zu können..

Denke ich mir und hole mir einen Keks, denn Mandeln fördern die Konzentration, heißt es.

Wo ist eigentlich der Hund?

Es gibt Bilder, die Gibt es nicht.

Das  oder etwas in der Art muss man denken, wenn man sich diese Bilder ansieht…

Der Hund, der eigentlich immer unsichtbar ist. Quelle: SZ Online

»Technisch gesehen schlagen über Monate und Jahre alle Versuche dieses Paares fehl, ein ordentliches Bild von seinem Hund zu machen. Das ist einerseits amüsant. Andererseits erstaunlich. Denn diese Fotos bezeugen eine innige Beziehung zu einem Tier, das gar nicht zu existieren scheint«, (Erik Kessels)

Das Phänomen ist mir selbst als Besitzer eines Schwarzen Hundes durchaus auch Bekannt. Allerdings gibt es heutzutage wesentlich bessere Möglichkeiten, mit diesen Schwierigen Belichtungsverhältnissen klarzukommen. Ob mein Hund allerdings so Pechschwarz ist, darüber lässt sich streiten.

Mehr Bilder und den Artikel dazu unter:

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35602/

Einfach mal in die Ecke links oben fahren

alles aus.

Vögelein, nicht Baum und Wald
Suchst du dir zum Aufenthalt.
Blumenstengel geben Rast
Deinen zarten Füßen;
Eine gern getragne Last
Wiegen dich die süßen.

Karl Mayer, 1833

Ein Mac unterstützt da eine praktische funktion: Wenn man in eine Ecke des Bildschirms fährt, geht er aus.

Warum genau kann denn nicht der Alltag eine solche Funktion besitzen? Muss denn immer alles schnellebig und kurzweilig sein? Und muss man immer voll dabei sein und bleiben? Es fehlt doch eindeutig an einer Möglichkeit, einfach mal in “die Ecke links oben” zu fahren. Ständig Verpflichtungen, denen man nachkommen muss, nie ein freier Kopf. Lästig.

Zumindest besteht diese Möglichkeit in der Digitalen Welt. In diesem Sinne bewege ich jetzt meine Maus nach links oben.

Kryptische Botschaften

Handschrift, Kavka

Man sieht Zeichen. Buchstaben. Zahlen – in einem wilden Haufen angeordnet. Darüber hinaus betrachtet stellen sie in einer Gesamtheit Sprache dar. Inhalte, die man versteht. Inhalte, die größte verwirrung hervorrufen, Inhalte, die man nur selbst, wie man sie auch geschrieben, so auffassen kann.
Versteht man auch die Inhalte der Zeichen, Buchstaben und Zahlen anderer? Ist es nicht frivol, das bloße Gesuch, zu verstehen, was zwischen diesen Zeilen, geformt aus Elementen des Menschlichen Verstandes ausgedrückt werden soll? Oder schreit ein solcher Ausdruck insgeheim danach, aufgefasst, verstanden und interpretiert zu werden?

Vielleicht sagt auch dieser Text mehr über mich aus, als mir lieb ist. Aber das liegt nicht in meinem Ermessen. Vielleicht.